Oberhavel im Aufwind: Was die starke Entwicklung für Immobilien bedeutet
Oberhavel entwickelt sich weiter positiv – und das zeigt sich inzwischen auch im bundesweiten Vergleich.
Im aktuellen Regionalranking des Instituts der deutschen Wirtschaft gehört unser Landkreis zu den Aufsteigerregionen Deutschlands. Gegenüber dem Ranking 2024 hat Oberhavel 25 Plätze gutgemacht.
Eine erfreuliche Nachricht für unsere Region. Doch gerade aus Immobiliensicht stellt sich eine weitere Frage:
Was bedeutet eine starke wirtschaftliche Entwicklung eigentlich für Eigentümer, Käufer und den Immobilienstandort Oberhavel?
Oberhavel gehört zu den Aufsteigerregionen
Im Video fassen wir die wichtigsten Zahlen und unsere Einschätzung in weniger als einer Minute zusammen.
Oberhavel macht 25 Plätze gut
Das Regionalranking des Instituts der deutschen Wirtschaft betrachtet alle 400 Landkreise und kreisfreien Städte in Deutschland.
Untersucht werden dabei verschiedene Faktoren aus den Bereichen Wirtschaftsstruktur, Arbeitsmarkt und Lebensqualität. Das Ranking zeigt damit nicht nur die wirtschaftliche Situation einer Region, sondern betrachtet auch wichtige Rahmenbedingungen für ihre langfristige Entwicklung.
Im Regionalranking 2024 wurde Oberhavel noch auf Platz 112 geführt. Mit der aktuellen Verbesserung um 25 Plätze ergibt sich nun Platz 87 von 400 Regionen.
Damit gehört Oberhavel zu den Regionen, die sich im bundesweiten Vergleich deutlich verbessern konnten.
Wirtschaftlicher Rückenwind für Oberhavel
Besonders interessant ist der Blick auf die wirtschaftliche Entwicklung hinter diesen Zahlen.
Die Wirtschaftsförderung Brandenburg bezeichnet Oberhavel aktuell als einen „Wachstumsmotor im Norden Brandenburgs“.
Seit ihrer Gründung im Jahr 2001 hat die Wirtschaftsförderung Brandenburg in Oberhavel insgesamt 686 Unternehmensprojekte aktiv begleitet. Damit verbunden waren 4.780 Arbeitsplätze und ein Investitionsvolumen von rund 1,1 Milliarden Euro.
Der Landkreis verfügt heute über eine breite Wirtschaftsstruktur. Dazu gehören große international tätige Unternehmen ebenso wie zahlreiche mittelständische Betriebe.
Bekannte Beispiele sind Takeda und Orafol in Oranienburg, Stadler in Velten sowie Riva und Alstom in Hennigsdorf. Auch Unternehmen in Birkenwerder, Mühlenbeck und weiteren Gemeinden tragen zur wirtschaftlichen Entwicklung der Region bei.
Diese Mischung aus großen Arbeitgebern, Mittelstand und neuen Investitionen sorgt dafür, dass Oberhavel als Wirtschaftsstandort weiter an Bedeutung gewinnt.
Was hat Wirtschaftskraft mit Immobilien zu tun?
Eine Immobilie besteht natürlich zunächst aus Grundstück, Gebäude, Ausstattung und Zustand.
Für ihre langfristige Attraktivität ist aber auch entscheidend, wo sie sich befindet und wie sich dieser Standort entwickelt.
Unternehmen schaffen und sichern Arbeitsplätze. Arbeitsplätze wiederum sorgen dafür, dass Menschen in einer Region leben möchten und Wohnraum benötigen.
Hinzu kommen weitere Faktoren wie Verkehrsanbindungen, Schulen, Einkaufsmöglichkeiten, medizinische Versorgung, Freizeitangebote und die allgemeine Infrastruktur.
Genau hier verfügt Oberhavel über besondere Standortvorteile.
Vor allem der südliche Teil des Landkreises verbindet die unmittelbare Nähe zu Berlin mit vergleichsweise grünen Wohnlagen, viel Natur und Wasser sowie guten Verkehrsverbindungen.
Hohen Neuendorf, Birkenwerder, Mühlenbecker Land, Hennigsdorf und Oranienburg profitieren dabei besonders von ihrer Lage im Berliner Umland.
Bedeutet diese Entwicklung automatisch steigende Immobilienpreise?
Nein.
Und genau diese Unterscheidung ist uns wichtig.
Eine positive wirtschaftliche Entwicklung bedeutet nicht automatisch, dass jede Immobilie in Oberhavel im Wert steigt.
Der tatsächliche Wert einer Immobilie hängt von zahlreichen Faktoren ab: von der konkreten Lage, dem Grundstück, dem Zustand des Gebäudes, seiner energetischen Qualität und Ausstattung ebenso wie von Angebot und Nachfrage, Finanzierungsmöglichkeiten und dem allgemeinen Immobilienmarkt.
Die Entwicklung einer Region ist aber ein wichtiger langfristiger Standortfaktor.
Eine wirtschaftlich stabile Region mit Arbeitsplätzen, guter Infrastruktur und hoher Lebensqualität schafft gute Voraussetzungen dafür, auch langfristig als Wohnstandort interessant zu bleiben.
Oder etwas einfacher gesagt:
Bei einer Immobilie zählt nicht nur, was auf dem Grundstück steht – sondern auch, was rundherum passiert.
Unser Blick auf Oberhavel
Als regionales Immobilienunternehmen beschäftigen wir uns nicht nur mit einzelnen Häusern, Wohnungen oder Grundstücken.
Wir beobachten auch, wie sich unsere Städte und Gemeinden entwickeln, welche Infrastruktur entsteht, wo Unternehmen investieren und welche Veränderungen langfristig Einfluss auf den Immobilienmarkt haben können.
Die aktuelle Entwicklung Oberhavels ist aus unserer Sicht deshalb eine gute Nachricht.
Nicht, weil dadurch automatisch jede Immobilie wertvoller wird.
Sondern weil eine wirtschaftlich starke, gut angebundene und lebenswerte Region eine wichtige Grundlage dafür schafft, auch langfristig ein attraktiver Wohn- und Immobilienstandort zu bleiben.
Oberhavel bleibt spannend – für Menschen, Unternehmen und natürlich auch für Immobilien.
Für alle, die sich die zugrunde liegenden Daten und Entwicklungen genauer ansehen möchten:
Das IW-Regionalranking untersucht die wirtschaftliche Entwicklung der deutschen Landkreise und kreisfreien Städte anhand von Faktoren aus Wirtschaftsstruktur, Arbeitsmarkt und Lebensqualität.
Die aktuelle Bilanz der Wirtschaftsförderung Brandenburg zeigt, welche Unternehmensprojekte, Arbeitsplätze und Investitionen in Oberhavel seit 2001 begleitet wurden.