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28. Oktober 2026

Weiterbildung in der Immobilienwirtschaft: Warum aktuelles Wissen für uns dazugehört

Immobilien verändern sich nicht jeden Tag – die Anforderungen an diejenigen, die sie verwalten, bewerten, vermieten oder verkaufen, dagegen schon. Neue rechtliche Vorgaben, technische Entwicklungen, digitale Werkzeuge, energetische Anforderungen und Veränderungen am Immobilienmarkt gehören inzwischen zum Berufsalltag. Für uns bei Hortus Haus bedeutet professionelle Immobilienarbeit deshalb auch, das eigene Wissen regelmäßig zu hinterfragen und weiterzuentwickeln.

Seit dem 24. Juli 2026 gibt es für Immobilienmakler keine gesetzliche Pflicht mehr, innerhalb von drei Kalenderjahren 20 Weiterbildungsstunden nachzuweisen. Für Wohnimmobilienverwalter besteht diese Weiterbildungspflicht dagegen weiterhin. Für uns ändert diese Unterscheidung wenig an der grundsätzlichen Haltung: Weiterbildung sollte nicht davon abhängen, ob gerade eine gesetzliche Mindeststundenzahl erfüllt werden muss.

Was gilt seit Juli 2026?
Für Immobilienmakler ist die gesetzliche Weiterbildungspflicht seit dem 24. Juli 2026 entfallen. Für Wohnimmobilienverwalter bleibt sie bestehen: weiterhin 20 Stunden innerhalb von drei Kalenderjahren. Bei Hortus Haus betrifft uns deshalb beides – die gesetzliche Pflicht in der Verwaltung und unser eigener Anspruch an kontinuierliche Weiterbildung in allen Tätigkeitsbereichen.

Immobilienwissen endet nicht mit einer gesetzlichen Pflicht

Wer Eigentümer bei wichtigen Entscheidungen rund um eine Immobilie begleitet, übernimmt Verantwortung. Das gilt beim Verkauf eines Hauses genauso wie bei der Einschätzung eines Sanierungsbedarfs, der Verwaltung eines Mehrfamilienhauses oder der Vorbereitung einer Eigentümerentscheidung. Dabei reicht es nicht, sich ausschließlich auf Wissen zu verlassen, das vor vielen Jahren einmal erworben wurde.

Gerade in unserer täglichen Arbeit in Birkenwerder, Hohen Neuendorf, Oranienburg und dem übrigen Oberhavel treffen unterschiedliche Themen häufig unmittelbar aufeinander: Mietrecht und Verwaltung, Gebäudetechnik und Instandhaltung, energetische Fragen, Marktwerte, Digitalisierung und zunehmend auch der sinnvolle Umgang mit künstlicher Intelligenz. Deshalb gehört für uns regelmäßige fachliche Weiterbildung zu einer professionellen Arbeitsweise – unabhängig davon, an welcher Stelle der Gesetzgeber sie verpflichtend vorgibt.

Zwei Themen, die unseren Arbeitsalltag direkt betreffen

Die letzten beiden Module unserer aktuellen Weiterbildungsreihe bei der Sprengnetter Akademie finden am 26. Oktober 2026 statt. Dabei haben wir bewusst zwei Themen gewählt, die auf den ersten Blick sehr unterschiedlich wirken, in der Immobilienpraxis aber immer wichtiger werden: die strukturierte technische Aufnahme von Bestandsgebäuden und der verantwortungsvolle Einsatz künstlicher Intelligenz.

Am Vormittag steht mit „WW103 | KI-Kompetenz in der immobilienwirtschaftlichen Praxis“ der Einsatz von KI im Mittelpunkt. Das Seminar beschäftigt sich unter anderem mit dem rechtlichen Rahmen des EU AI Act, praktischen KI-Anwendungen in der Immobilienwirtschaft, Risiken und Haftungsfragen sowie der organisatorischen Umsetzung im Berufsalltag.

Unsere Weiterbildung am 26. Oktober 2026

WW103: KI-Kompetenz in der immobilienwirtschaftlichen Praxis
KI-Einsatz, rechtlicher Rahmen, Risiken, Haftung und praktische Umsetzung.

WW106: Digitale Grundlagenermittlung im Bestand
Objektbegehung, Schadensbilder, digitale Dokumentation, Maßnahmen und Kostenrahmen.

KI kann beispielsweise bei der Strukturierung von Informationen, der Vorbereitung von Texten oder der Auswertung größerer Datenmengen unterstützen. Sie ersetzt allerdings weder die Prüfung eines Sachverhalts noch Erfahrung oder fachliche Verantwortung. Gerade deshalb ist für uns nicht nur interessant, was mit solchen Werkzeugen möglich ist, sondern auch, wo ihre Grenzen liegen und wie sie sinnvoll und sicher in bestehende Arbeitsabläufe eingebunden werden können.

Bestandsgebäude systematisch betrachten statt nur Schäden fotografieren

Das zweite Web-Seminar „WW106 | Digitale Grundlagenermittlung im Bestand – Sanierungsbedarfe sicher erkennen, effizient dokumentieren, plausibel beziffern“ beschäftigt sich sehr unmittelbar mit einem Bereich unserer täglichen Immobilienpraxis. Behandelt werden unter anderem Begehungslogik, typische Schadensbilder, digitale Erfassung von Fotos und Notizen, die Zuordnung zu Bauteilen sowie die Ableitung möglicher Maßnahmen und Kostenrahmen.

Eine gute Objektbegehung besteht eben nicht daraus, möglichst viele Fotos zu machen. Entscheidend ist, Auffälligkeiten strukturiert zu erfassen, Zusammenhänge zu erkennen und anschließend nachvollziehbar dokumentieren zu können. Das ist besonders bei Bestandsimmobilien wichtig, bei denen Umbauten, ältere Bauteile, unterschiedliche Modernisierungsstände oder bereits vorhandene Schäden zusammentreffen.

Genau diese Arbeitsweise kennen wir auch aus unserer eigenen Praxis. Bei einer Objektbegehung eines von uns betreuten Mehrfamilienhauses in Hohen Neuendorf wurden beispielsweise vorhandene Auffälligkeiten gemeinsam aufgenommen, fotografisch dokumentiert und anschließend für die weitere Bearbeitung strukturiert zusammengeführt.

Technik, Recht und Markt müssen zusammengedacht werden

Für Eigentümer sind technische Fragen selten isolierte technische Fragen. Wird an einem Gebäude ein Sanierungsbedarf festgestellt, folgen schnell weitere Entscheidungen: Wie dringend ist die Maßnahme? Welche Kosten sind realistisch? Gibt es energetische Zusammenhänge? Welche Fördermöglichkeiten bestehen? Was bedeutet die Investition für Vermietung, Rücklagenplanung oder den langfristigen Wert der Immobilie?

Ein gutes Beispiel dafür ist die energetische Entwicklung von Bestandsgebäuden. Ein individueller Sanierungsfahrplan kann verschiedene Maßnahmen an Gebäudehülle, Fenstern oder Heiztechnik miteinander verbinden und Eigentümern eine langfristige Orientierung geben. Auch hier beginnt eine belastbare Entscheidung zunächst mit einer möglichst guten Aufnahme des vorhandenen Gebäudes.

Dasselbe gilt für rechtliche Entwicklungen und Digitalisierung. Gesetze ändern sich, Förderbedingungen werden angepasst und neue Werkzeuge halten Einzug in den Arbeitsalltag. Ein professioneller Immobilienservice kann deshalb aus unserer Sicht nicht darin bestehen, einmal gelernte Abläufe über Jahre unverändert fortzuführen.

Weiterbildung muss in der Praxis ankommen

Am Ende zählt für Eigentümer nicht die Zahl der Teilnahmebescheinigungen, sondern ob zusätzliches Wissen tatsächlich im Arbeitsalltag ankommt. Eine Weiterbildung ist für uns dann sinnvoll, wenn Objektbegehungen strukturierter werden, Informationen besser dokumentiert werden können, rechtliche Änderungen rechtzeitig erkannt werden oder digitale Werkzeuge Prozesse verbessern, ohne dabei die persönliche Prüfung zu ersetzen.

Das passt zu unserem grundsätzlichen Ansatz bei Hortus Haus: digitale Möglichkeiten dort nutzen, wo sie Abläufe besser machen – und gleichzeitig nah an der Immobilie und den Menschen bleiben. Gerade bei der Verwaltung von Immobilien in Hohen Neuendorf, Oranienburg und dem Berliner Umland bleibt der persönliche Blick auf das Objekt trotz zunehmender Digitalisierung unverzichtbar.

Unser Anspruch: aktuell bleiben, bevor aus Veränderungen Probleme werden

Ob neue Rechtslage, technische Entwicklung, Marktveränderung oder künstliche Intelligenz: Nicht jede Neuerung verändert sofort die tägliche Immobilienarbeit. Aber man muss sie kennen, um beurteilen zu können, ob sie relevant ist.

Deshalb bleibt Weiterbildung für uns ein fester Bestandteil unserer Arbeit – auch dort, wo der Gesetzgeber keine bestimmte Anzahl an Stunden mehr verlangt. Für unsere Tätigkeit als Wohnimmobilienverwalter besteht die gesetzliche Weiterbildungspflicht ohnehin weiterhin. Für unsere Maklertätigkeit verstehen wir Weiterbildung seit Juli 2026 zunehmend als das, was sie aus unserer Sicht sein sollte: keine Pflichtübung, sondern eine Investition in bessere Entscheidungen für unsere Kunden und deren Immobilien.

Ihre Immobilie verdient Entscheidungen auf einer guten Grundlage.
Ob Hausverwaltung, Verkauf, Vermietung oder die langfristige Entwicklung einer Immobilie: Sprechen Sie uns gerne an. Von unserem Standort in Birkenwerder aus begleiten wir Eigentümer in Hohen Neuendorf, Oranienburg und ganz Oberhavel persönlich und mit Blick auf die praktische Umsetzung.

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